Nachhaltige Nutzung alpiner und voralpiner Grünlandböden unter sich änderndem Klima

Förderkennzeichen: 031B0027 A-E
Ansprechpartner: PD Dr. Ralf Kiese, Karlsruher Institut für Technologie
Mail: Ralf.Kiese@kit.edu
Projektpartner: Technische Universität München, Universität Bayreuth, Helmholtz Zentrum München, WWL Umweltplanung und Geoinformatik GbR, Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft
Projekt-Homepage: www.susalps.de

Projektziel

Ziel von SUSALPS ist eine evidenz- und prozessbasierte Verbesserung des Kenntnisstandes der Auswirkung derzeitiger und zukünftiger Klima- und Bewirtschaftungsbedingungen auf wichtige Funktionen vor-alpiner und alpiner Grünlandböden unter Berücksichtigung regionsspezifischer sozio-ökonomischer Rahmenbedingungen. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen nachhaltige Bewirtschaftungsformen für vor-alpine und alpine Grünländer unter Berücksichtigung ihrer Klimaschutzfunktion entwickelt werden.

Hintergrund

Vor-alpine und alpine Grünlandökosysteme sind mit > 1 Mio. ha in Süd-Deutschland weit verbreitet und haben über die Bereitstellung von Tierfutter für die Milch- und Fleischproduktion einen hohen ökonomischen Wert. Weiterhin erfüllen sie eine Reihe zentraler Ökosystemfunktionen wie Kohlenstoff-/ Stickstoffspeicher, Wasserretention, Erosionsschutz und Biodiversität. Durch den Klimawandel und Änderungen der Landnutzung sowie in der Bewirtschaftung ist diese Multifunktionalität von alpinen Grünlandökosystem allerdings stark gefährdet.

Ergebnisausblick

Die experimentellen Arbeiten erfassen die Auswirkungen von Klima- und Bewirtschaftungs-Veränderungen auf pflanzliche und mikrobielle Biodiversität, Nährstoffnutzungseffizienz, Biomasseproduktivität und Futterqualität, Umsetzung und Speicherung von organischer Bodensubstanz, Treibhausgasemissionen und Nährstoffauswaschung an zahlreichen Standorten in unterschiedlichen Höhenlagen/ Klimaten. Die Ergebnisse der Freilandstudien werden dazu genutzt

 

               1. Frühwarnsysteme (agrar-ökologische Indikatoren) für möglicherweise negative Veränderungen solcher Ökosysteme zu entwickeln und

               2. ein biogeochemisches Modell weiterzuentwickeln, zu validieren und dieses in Szenarienstudien einzusetzen, um beste Management-                      Optionen für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Grünlandböden zu evaluieren.

 

Das biogeochemische Modell wird weiterhin mit einem Sozioökonomie-Modell gekoppelt, um sowohl die ökologischen als auch die sozioökonomischen Auswirkungen derzeitiger und klimafreundlicher Praktiken des Grünland-Managements zu bewerten. Für die praktische Umsetzbarkeit soll eine benutzerfreundliche Version für Landwirte/ Behörden als Entscheidungshilfe-System entwickelt werden.

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