Soil³ Nachhaltiges Unterbodenmanagement

Förderkennzeichen: BOMA03037514
Ansprechpartner: Prof. Dr. Wulf Amelung, INRES – Universität Bonn
Mail: wulf.amelung@uni-bonn.de
Projektpartner: Universität Bonn, Technische Universität München, Forschungszentrum Jülich, Freie Universität Berlin, Thünen-Institut, Ecologic Institute
Laufzeit: 01/10/2015 – 30/09/2018

 

Projekt-Homepage: www.soil3.de

Projektziel

Ziel des Gesamtprojektes ist es, das Volumen des Unterbodens besser als bisher für das Pflanzenwachstum zu erschließen, um so Ernteerträge zu steigern oder zumindest zu sichern. Wir gehen davon aus, dass die Nährstoff- und Wasseraufnahme aus dem Unterboden dann verbessert wird, wenn die Pflanzen vermehrt in Wurzeln in den Unterboden investieren. Dies kann gelingen über geringere physikalische Widerstände für Wurzelkanäle, „hot spots“ von Nährstoffen oder auch pflanzenverfügbares Wasser im Unterboden, wenn der Oberboden saisonal bedingt trocken ist.

Hintergrund

Die wachsende Weltbevölkerung macht eine Steigerung der Nahrungsmittelproduktion um mehr als 60 % bis zum Jahre 2050 verglichen mit 2005/2007 nötig. Vor dem Hintergrund der jetzigen Ausgangslage weltweiter agrarischer Produktion, ist eine „nachhaltige Intensivierung“ der Landwirtschaft eine große Herausforderung. Dafür bietet der Unterboden ein großes Ertragspotenzial, da große Mengen der Wasser-, Kohlenstoff- und Nährstoffvorräte im Unterboden gespeichert sind. Um das Ertragspotential unserer Böden zu sichern und ihre Produktivität auf lange Sicht zu steigern, ist es daher unausweichlich den Unterboden in Zukunft miteinzubeziehen.

Ergebnisausblick

 

Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen für Praktiker zu erarbeiten. Dies geschieht über

 

          1. Verzahnung von Forschungs- und Produktionsstrategien,

          2. Dienstleistungen,

          3. Strategische Anbauplanung,

          4. Erfolgsüberwachung und

          5. die Bereitstellung von Software.

 

Die in Phase I entwickelten Indikatorsysteme zur Wasser- und Nährstoffakquise bieten ein Werkzeug der Erfolgsüberwachung. Die technischen Verfahren bieten Potenzial für wirtschaftliche Anschlussfähigkeit in benachbarten Disziplinen. Die Methoden zur Identifizierung von Genotypen liefern potenzielle Anknüpfungspunkte für die kommerzielle Pflanzenzüchtung.