Erhöhung der landwirtschaftlichen Nährstoffnutzungseffizienz durch Optimierung von Pflanze-Boden-Mikroorganismen-Wechselwirkungen

Förderkennzeichen: 031A561
Ansprechpartner: Prof. Dr. N. Brüggemann, Forschungszentrum Jülich GmbH in der Helmholtz-Gemeinschaft
Mail: n.brueggemann@fz-juelich.de
Projektpartner: Freie Universität Berlin, Helmholtz Zentrum München, Universität zu Köln, Universität Kiel, Leuphana Universität Lüneburg, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg
Laufzeit: 01/05/2015 – 30/04/2018

Projektziel

Im Mittelpunkt steht das Verständnis zentraler Mechanismen der Interaktionen im System Pflanze-Boden-Mikroorganismen unter Berücksichtigung von Fruchtwechsel, Bodentyp, Düngung, Temperatur und Feuchte. Ziel ist die Verbesserung der Bodenfunktionen und Nährstoffnutzungseffizienz in der Nahrungsmittelproduktion, sowie die Entwicklung optimierter Anbaustrategien.

Hintergrund

Exzessiver Einsatz von Dünger in der Landwirtschaft ist ursächlich für Nährstoffungleichgewichte, die zu Nährstoffverlusten und damit zur Gefährdung von Oberflächen- und Grundwasser führen, sowie die Treibhausgasfreisetzung in die Atmosphäre fördern. Ziel nachhaltiger Landwirtschaft muss daher die Reduktion ineffizienter Nährstoffnutzung sein, ohne dabei die Produktivität und Qualität zu mindern. Grundlegende Motivation ist die Entwicklung neuer Anbaustrategien auf Basis einer Optimierung der Interaktionen im Nährstoffkreislauf zwischen Pflanze und Mikroorganismen, sowie des Düngezeitpunktes und Zugabe von Bodenzusatzstoffen.

Ergebnisausblick

Der stark interdisziplinäre Ansatz des Vorhabens wird eine wissensbasierte Bewertung des Potenzials von Pflanze-Boden-Mikroorganismen-Interaktionen ermöglichen und zur Steigerung der Nährstoffnutzungseffizienz in der Landwirtschaft beitragen. Auf dieser Basis werden nachhaltige Nutzungsoptionen entwickelt, die zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Nährstoffverluste führen und die Umwelt entlasten. Letztlich werden dadurch Funktionen und Leistungen landwirtschaftlicher Systeme auch auf regionaler Ebene gesichert und optimiert.