Auswirkungen des pflanzenbaulichen Managements sowie der Anwendung mikrobieller Biokontrollstämme auf Bodengesundheit und Suppressivität gegenüber Pathogenen im Rahmen einer nachhaltigen Pflanzenproduktion

Förderkennzeichen: 031A560A
Ansprechpartnerin: Dr. Rita Grosch, Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ)
Mail: grosch@igzev.de
Projektpartner: Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Anhalt University of Applied Sciences,  Julius Kühn–Institut, Centrum für Biotechnologie, Universität Hohenheim, Helmholtz Zentrum München, European Center for Sustainability Research, Forschungsinstitut für biologischen Landbau, ABiTEP GmbH, SOURCON PADENA GmbH
Laufzeit: 01/05/2015 – 30/04/2018

Projekt-Homepage: http://dicontrol.igzev.de

Projektziel

Ziel des Projektes ist die Untersuchung des Einflusses von langfristigen Anbaustrategien (intensiv und extensiv) auf das Boden-Mikrobiom und deren Funktionalität in Bezug auf die suppressive Wirkung gegenüber Pflanzenpathogenen. Die Analyse des assoziierten Rhizosphären-Mikrobioms sowie Charakteristika der Pflanze (Modell: Salat) ist ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen.

Hintergrund

Intensive Anbaustrategien bergen das Risiko für Ertragsverluste infolge der Akkumulation von Pflanzenpathogenen im Boden und der dadurch verursachten Krankheiten. Die Fähigkeit eines Bodens Pathogene zu unterdrücken, ist ein Charakteristikum für dessen Gesundheit und wird entscheidend durch die Struktur der mikrobiellen Bodengemeinschaft beeinflusst. Ein besseres Verständnis des Einflusses pflanzenbaulicher Maßnahmen auf Bodeneigenschaften wie das Boden-Mikrobiom und dessen suppressiver Wirkung gegenüber Pathogenen ist Voraussetzung für die Entwicklung von Anbaustrategien, die eine nachhaltige Pflanzenproduktivität gewährleisten.

Ergebnisausblick

Wir erwarten grundlegende Erkenntnisse zum Einfluss von Anbaumaßnahmen auf das Boden- und assoziierte Rhizosphären-Mikrobiom sowie der korrespondierenden Funktionen hinsichtlich der Suppressivität des Bodens. Darauf aufbauend können neue Strategien zur nachhaltigen Bodennutzung abgeleitet werden. Insbesondere bakterielle und pilzliche Taxa mit positiven Effekten auf Bodenfunktionen sollen gefördert werden. Die Identifizierung von Indikatoren der Bodensuppressivität soll die Evaluierung und Optimierung von Anbaustrategien erlauben. Erkenntnisse zu Wurzelexsudaten mit beständigem positivem Einfluss auf das Rhizosphären-Mikrobiom und das Wachstum der Pflanze bzw. negativen Einfluss auf Pathogene können neue Perspektiven in der Praxis eröffnen. Die sozioökonomische Untersuchung liefert Erkenntnisse über Folgen und Interpretationen gesetzgeberischer Rahmenbedingungen und gibt Empfehlungen für deren künftige Ausgestaltung.