Was ist Bioökonomie?  

Fossile Ressourcen wie Erdöl, Edelmetalle und seltene Erden sind endlich. Dies stellt unsere Gesellschaft in Verbindung mit einer wachsenden

Weltbevölkerung und dem fortschreitenden Klimawandel vor große Herausforderungen. Um die Welt nachhaltig mit Nahrungsmitteln,

nachwachsenden Rohstoffen und umweltfreundlicher Energie zu versorgen, bedarf es einer klugen, nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise.

 

Das Konzept der Bioökonomie ist an natürlichen Stoffkreisläufen orientiert und umfasst alle Wirtschaftsbereiche, die nachwachsende Ressourcen

wie Pflanzen, Tiere sowie Mikroorganismen und deren Produkte, erzeugen, be- und verarbeiten. Die Bioökonomie ersetzt nicht nur konventionell

erzeugte Produkte, sondern schafft auch neue, nachhaltig erzeugte Produkte. Damit zielt die Bioökonomie auf einen Strukturwandel ab, der die

Abkehr von der Ausbeutung fossiler Rohstoffe bedeutet und stattdessen Wirtschaftswachstum im Einklang mit Natur- und Umweltschutz anstrebt.

Zusammen mit nachhaltigen und ressourceneffizienten Strategien trägt die Bioökonomie zum langfristigen Wohlstand unserer Gesellschaft bei. 

 

Eine endliche Ressource der Bioökonomie sind Böden. Neben der Produktion von Pflanzen erfüllen Böden aber auch noch viele andere wichtige

Funktionen für unsere Umwelt, z.B. als Wasserspeicher, als Filter für sauberes Trinkwasser oder als Umwandler zahlreicher Stoffe. Deshalb ist die

nachhaltige Bewirtschaftung von Böden die Grundvoraussetzung, um die notwendigen Rohstoffe im Einklang mit den Zielen des Umwelt-, Klima-

und Naturschutzes ressourcenschonend zu erzeugen.